Abiturprüfung 2004 (Bayern)

Chemie

als Grundkursfach

Aufgabe III

  1 Die Summenformel organischer Verbindungen enthält nur begrenzte Informationen über deren Moleküle. So gibt es verschiedene Verbindungen mit der Summenformel C4H8O2.  

1.1 Geben Sie die Strukturformeln von vier nicht zyklischen konstitutionsisomeren Molekülen mit dieser Summenformel an und definieren Sie den Begriff Konstitutionsisomerie!
6 BE

1.2 Es gibt chirale, nicht zyklische Moleküle mit dieser Summenformel. Geben Sie die Strukturformel eines dieser Moleküle an und erläutern Sie an diesem Beispiel den Begriff Chiralität!
4 BE
1.3 Beschreiben Sie eine Versuchsanordnung, mit der man die optische Aktivität chiraler Verbindungen untersuchen kann!
4 BE




   2 Propen ist ein bedeutendes petrochemisches Produkt..
 
  2.1 Beschreiben Sie die Bindungsverhältnisse im Propen-Molekül unter Mitverwendung einer Skizze ausgehend vom Hybridisierungszustand der Kohlenstoffatome!
5 BE

2.2 Propen (Siedetemperatur: - 47,7 °C) reagiert bei Raumtemperatur im Dunkeln mit Chlor.
Nennen Sie den Reaktionstyp und erläutern Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln den Ablauf dieser Reaktion!
7 BE
2.3 Mit Propen wird die Baeyer-Probe durchgeführt.
Beschreiben Sie die Durchführung dieses Versuchs und die wesentlichen Beobachtungen!
4 BE




   3 Malachitgrün wird wegen seiner Brillanz sehr geschätzt. Es wurde früher auch zur Färbung von Wolle verwendet.
Durch Kondensation von zwei Molekülen Dimethylanilin und einem Molekül Benzaldehyd (C6H5CHO) entsteht zunächst das farblose Leukomalachitgrün (A). Durch Oxidation geht dies in Malachitgrün (B) über. In saurer Lösung wird Malachitgrün gelb (C).


 
  3.1 Geben Sie die Strukturformelgleichung für die Herstellung von Leukomalachitgrün an!
3 BE 

3.2 Geben Sie für das Malachitgrün-Kation zwei weitere mesomere Grenzformeln an und diskutieren Sie am Beispiel des Farbstoff-Moleküls (B), seiner farblosen (A) und seiner gelben (C) Form ausführlich den Zusammenhang zwischen Molekülbau und Farbigkeit!
10 BE

3.3
Damit ein Farbstoff auf Textilfasern haftet, müssen Kräfte zwischen den Farbstoff- und den Fasermolekülen wirken. Stellen Sie anhand geeigneter Molekülabschnitte mögliche Wechselwirkungen zwischen Malachitgrün und Wolle dar! 7 BE
www.abiturloesungen.de 50 BE